Seeland

Seeland (dänisch Sjælland) ist die größte Ostseeinsel (7.031 km²) Dänemarks im Osten des Landes. Es ist die Hauptinsel Dänemarks. Einwohner: 2.115.317 (1. Januar 2006). Die Insel gliedert sich in die Region Sjælland sowie in die Region Hovedstaden. Zusammen mit der zweitgrößten Insel Fünen und kontinentaleuropäischen Halbinsel Jütland ist Seeland der wirtschaftliche, politische, kulturelle, Bevölkerungs- und Verkehrsmittelpunkt des Landes Dänemark.

Auf Seeland befindet sich die Hauptstadt Kopenhagen mit vielen Trabantenstädten, die zusammen den dänischen Teil der Öresundregion bilden. Mit der Nachbarinsel Fyn (deutsch:Fünen), welche durch Brücken mit dem dänischen Festland verbunden ist, ist Seeland durch die sehr aufwändige Brücken- und Tunnelkonstruktion über die Storebælt-Brücke verbunden. Seit 2000 verbindet die Öresundbrücke Seeland mit der schwedischen Provinz Schonen. Eine weitere wichtige Stadt ist die ehemalige Hauptstadt Roskilde mit ihrem Weltkulturerbe, der Domkirche von Roskilde.

Name

Der dänische Name Sjælland bedeutete ursprünglich „Ort mit Seehunden" und ist eine Zusammensetzung aus altnordisch sel(r) (Seehund) und dem indogermanischen Suffix -und für attributive Ortsbezeichnungen. Die älteste Erwähnung als Selund datiert von ca. 950. Später wurde daraus im Altdänischen Sjóland, was bereits eine Umdeutung des ursprünglichen Namens war: sjó (See) und land (Land). Der deutsche Name ist demnach eine Lehnübersetzung der neueren dänischen Deutung.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Seeland aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.